Mountain Running

Mountain Running
Trail Richtung Meilerhütte (2374m)

Sonntag, 2. Juni 2013

Test beim Wernberger Burgenlauf

Geplant war eigentlich für das verlängerte Wochenende ein Berglauf-Trainingsblock im Bayerischen Wald. Aufgrund des gemeldeten Dauerregens wurde daraus leider nichts, so dass ich mich spontan für die Teilnahme am Wernberger Burgenlauf entschloss. Nach meiner krankheits- und dann verletzungsbedingten Pause war das gestern mein erster Wettkampf seit dem Andechs Trail am 20.4. Dass mir dadurch einige Trainingskilometer fehlen, insbesondere am Berg, ist logisch. Der gestrige Burgenlauf sollte dann als Belastungstest fürs Knie dienen. Wegen des Dauerregens kam zunächst gar keine rechte Lust auf Wettkampf auf, eine Stunde vorm Start gabs zuhause noch Kaffee und Kuchen und knapp eine halbe Stunde vorm Start traf ich in Wernberg ein. Die Strecke führt vom Wernberger Marktplatz hoch zur Burg Wernberg, die als gleichnamiges 4-Sterne-Hotel bekannt ist.
 
(c) Oberpfalznetz
Vom Start am Marktplatz ging es zur Burg Wernberg hoch

 
Burg Wernberg bei schönerem Wetter ;)
In drei Runden ging es um das Burgareal, wobei sich jede Runde aus einer kleinen und einer großen Schleife zusammensetzte. Wegen des ergiebigen Dauerregens waren die Trails aufgeweicht und schlammig, so dass besonders in den verwinkelten Bergabpassagen Konzentration gefragt war. Mein Salomon SpeedCross war hier auf jeden Fall erste Wahl. Überraschenderweise lief es bei mir sehr gut, ich hatte keine Schmerzen im Knie und mein ärgster Verfolger, Maximilian Zeus (DJK Weiden; immerhin bay. U20 Crossmeister und 9. bei der DM Cross U20), verabschiedete sich schon Anfang der ersten Runde. Im weiteren Verlauf lief ich konzentriert und nahm in schwierigen Passagen etwas Tempo raus, beispielsweise bei einigen Treppenstufen. In der zweiten Runde begannen die zahlreichen Überrundungen, da zeitgleich mit uns auch die Jugend und Frauen starteten. Der gleichzeitige Start sollte ggf. vom Veranstalter überdacht werden.
 
Letztlich war es ein ungefährdeter Sieg und ein gutes Training mit Crosscharakter und somit ein guter Belastungstest für das Knie. Die 7 km mit 140 hm legte ich in 22.11 min zurück, was haargenau meiner Siegerzeit von 2011 entsprach; damals aber bei trockenen Bedingungen! 2011 konnte ich mich eine Woche davor beim Schweizer Gamperney Berglauf als Gesamtvierter für die Berglauf-EM qualifizieren. Dieses Ziel peile ich heuer eine Woche NACH dem Wernberger Burgenlauf im Rahmen der Österreichischen Berglaufmeisterschaft auf die Hohe Salve an. Drückt mir die Daumen...
 
Ergebnis:
1. Korbinian Schönberger 22:11min
2. Maximilian Zeus 23:14min
3. Andreas Hecht 23:51min

Freitag, 24. Mai 2013

Langsam aber sicher...

...wird es wieder. Nach der MRT Diagnose, dass zum Glück keine akute Knieverletzung (Meniskusschaden) vorliegt, schaut alles wieder ein wenig besser aus, inzwischen laufe ich auch wieder ganz locker, ohne dabei konkrete Schmerzen im Knie zu empfinden. Während für die deutschen Bergläufer am Sonntag der EM-Qualilauf im Rahmen des Gamperneyberglaufs in der Schweiz ansteht, freue ich mich also, dass ich überhaupt wieder schmerzfrei laufen/joggen kann. Am Montag wird das MRT Ergebnis mit dem Orthopäden besprochen, insbesondere die Auffälligkeiten, die mir vom Radiologen genannt wurden und dann mal schauen wie die kommenden Wochen aussehen. Im Hinterkopf hab ich natürlich einen Plan B um mich vielleicht doch noch für die EM empfehlen zu können, aber nur nichts überstürzen. Den deutschen Bergläufern wünsche ich natürlich viel Erfolg beim Gamperney Berglauf und hoffe baldmöglichst auch selbst wieder auf die Berge stürmen zu können.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Erleichterung

Nach meinem Arztbesuch schau ich doch wieder ein wenig zuversichtlicher in die nähere Zukunft. Nach ausgiebigen Tests und Belastungen bei Dr. Amon in Amberg sollte am Knie selbst nichts ernsthafteres sein. Gott sei Dank! Endgültige Klarheit bringt dann eine MRT am kommenden Dienstag. An dieser Stelle möchte ich mich bei H. Dr. Amon für die kurzfristig ermöglichte Behandlung bedanken. Einige doch schmerzhafte Behandlungskniffe lösten bzw. lockerten Blockaden, v.a. im Muskel oberhalb der Kniescheibe. Die Grippe, die damit verbundene Pause, der Restart im Training, das Mountainbiken am Donnerstag, all das trug zum Status quo im Knie bei. Eine Woche Pause (Sehnenreizung), maximal leichtes Joggen, evtl. Aqua-jogging und physiotherapeutische Behandlung stehen nun bevor, ehe ich Dienstag Abend dann endgültige Gewissheit habe, ob dem Knie "mehr" fehlt. Die Tatsache, dass ich seit Ende April nur drei Tage trainieren konnte und ich auch noch nicht weiß, wie es nach dem 21.5. weitergeht, bedeutet natürlich, dass für mich der Gamperney-Berglauf als EM-Qualilauf ausfällt. Erst nach dem MRT-Ergebnis kann ich mir neue Ziele suchen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Pechsträhne hält an

Nach meiner neuntägigen Zwangspause wegen eines grippalen Infekts konnte ich ab Mitte vergangener Woche wieder piano zum Trainieren anfangen. Leider bekam ich Samstag Abend starke Knieschmerzen - während meiner Laufeinheit am frühen Nachmittag merkte ich davon noch nichts -und seitdem sind sie ständige Begleiter. Ich hoffe, dass ich morgen bei meinem Arztbesuch Gewissheit bekomme, was kaputt ist. Aufgrund der Stärke der Schmerzen bin ich doch recht niedergeschlagen, hoffe aber, dass nichts am Meniskus oder Knorpel ist. Eine Bänderveletzung kann ausgeschlossen werden. Mein neuerlicher Ausfall wirft abermals meine Saisonplanung über den Haufen, die angedachten zwei Wettkämpfe kommendes Wochenende - am Freitag Friedenfelser Volkslauf und am Sonntag Hochgernberglauf - sind bereits gestrichen. Eine Woche später findet eigentlich der EM-Qualilauf fürs deutsche Berglaufteam im Rahmen des Gamperneyberglaufs in der Schweiz statt. Die Wahrscheinlichkeit, dort starten zu können, ist ziemlich gering, aber vielleicht geschehen ja noch Wunder. Aber in erster Linie muss ich jetzt erstmal schwarz auf weiß lesen können, was meinem Knie fehlt, was zu machen ist. Alles andere ergibt sich - bzw. auch nicht.
Zum Leben eines Sportlers gehören Tiefen genauso dazu wie Höhen.
Wenn man es schafft, gestärkt aus den tiefen Tälern hervorzugehen, nicht aufzugeben, sich neue Ziele, neu Gipfelhöhen zu formulieren, verträgt man den Moment leichter.
Aber Glück braucht man trotzdem, und ich morgen beim Doc sicherlich auch. Jeder der mich ein wenig kennt, weiß wie unzufrieden ich mit der momentanen Situation, ja mit den letzten drei bis vier Wochen bin. Drückt mir die Daumen!
 
2012 - Nähe Fischbachalm
 

Mittwoch, 1. Mai 2013

Nicht alles läuft immer planmäßig

Seit genau einer Woche muss ich aufgrund eines grippalen Infekts eine Sportpause einlegen. Im Hinblick auf die EM-Quali am 26. Mai ist dies natürlich ungünstig. Heute wäre der Wallberglauf gewesen, bei dem ich heuer das erste Mal starten wollte und dabei sicher starke Konkurrenz gehabt hätte. Dies wäre auf jeden Fall ein sehr guter Vorbereitungswettkampf auf den Gamperney Berglauf gewesen. Noch dazu wurde der Herzogstandberglauf am 9.5. kurzfristig abgesagt, bei dem ich eigentlich auch starten wollte. Inzwischen hab ich immerhin ein adäquates Alternativprogramm gefunden, dazu aber später mehr. Als Vorbereitung will ich nun den Hochgernlauf mitlaufen.

Nach rund 8 Tagen Totalausfall konnte ich heute immerhin einige Kräftigungsübungen machen. Dennoch ist mein Allgemeinbefinden momentan nicht wirklich prickelnd, immerhin kann ich inzwischen wieder tief einatmen ohne dass dies ein Rasseln nach sich zieht, und der Husten ist auch eingedämmt - aber wohl noch nicht vertrieben. Kann nur besser werden! Gestern hat mich eine Auswilderungsmaßnahme der BN-Ortsgruppe Tännesberg auf andere Gedanken gebracht. Als Mitglied in der Vorstandschaft bin ich einer der drei "Auswilderungspaten" für die Schleiereulen. War ein schöner Moment. Hoff die drei neuen Mitbewohner fühlen sich wohl in unserer strukturreichen Mittelgebirgslandschaft!