Mountain Running

Mountain Running
Trail Richtung Meilerhütte (2374m)

Dienstag, 10. September 2013

Nochmal auf der Dreizinnenhütte

Nachdem ich heute Morgen die Dreizinnen auf der Webcam in voller Pracht und mit blauen Himmel sehen konnte, bin ich bereits ab 10 Uhr nach dem Frühstück die kurze Strecke hochgelaufen. 10,5 km und 1050 hm. Vereinzelt gab es noch sonnige Abschnitte auf der Strecke, doch oben an der Dreizinnenhütte war es richtig ungemütlich, neblig, bewölkt und kalt. Da kam die Pause mit heißer Schokolade in der Dreizinnenhütte gerade recht, ehe es mit gedrosseltem Tempo bei leichtem Dauerregen wieder zurück ins Sextener Tal ging.
 

 


 

Montag, 9. September 2013

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf

Nachdem wir gestern abends unsere Dreizinnenlauf-Leistungen noch in lustiger Runde gefeiert haben, geht ab heute bereits der Blick wieder nach vorne. Am Wochenende hab ich zwei Wettkämpfe, die ich als verschärfte Trainingseinheiten sehe. Zum einen werde ich samstags für RAN Tännesberg beim Landkreisstaffellauf eine Strecke laufen, zum anderen finden am Sonntag die Bezirksmeisterschaften in Berglauf am Kaitersberg statt. Der Montag fing mit einer kleinen Morgenlaufeinheit an - ein wenig Muskelkater macht sich schon bemerkbar. Das Frühstück kostete ich vollkommen aus, inkl. Rühreiern. Entsprechend vollgestopft machte ich ein wenig Pause und plante meine Tour: Da das Wetter besser ist, als vorhergesagt, sollte es hoch gehen, allerdings piano. Mein Ziel war der Helm und die Sillianer Hütte, beide an der italienisch-österreichischen Grenze gelegen, die entlang des Karnischen Kamms verläuft und mit dem Karnischen Höhenweg erschlossen ist. Eigentlich fühlten sich die Beine besser an als erwartet, und so verließ ich Sexten in Richtung Helmhang. Zahlreiche uralte Bergbauernhöfe liegen verstreut über dem Hang.
 
 
Es ist schön zu sehen, dass viele Höfe erhalten bleiben und entsprechend hochwertig saniert bzw. erweitert werden. Durch Lärchenwälder ging es auf Wiesen- und Waldpfaden weiter bergauf, teils auch richtig steil. Den Helmgipfel ließ ich zunächst links liegen und lief den Karnischen Höhenweg weiter in Richtung Sillianer Hütte (2447m), wo ich eine Johannisbeerschorle trank. Das Wetter war heut recht unterschiedlich, teils richtig schön, blauer Himmel und Sonnenschein, dann wieder total bewölkt. Leider blieb der komplette Blick auf die Dreizinnen aufgrund der dichten Bewölkung verwehrt. Auf dem Rückweg ging es über den Helmgipfel (2434m) zur Helmbahnbergstation. Kam mir vor wie ein Glückskind, da die Bahn alle 30min fährt und ich nur 2min warten musste. Insgesamt hatte meine Tour 11,8 km mit 1125 hm, wobei davon 1050hm auf 6,3 km verteilt waren.  
 
Hier ein paar Eindrücke:



Sillianer Hütte (2447m)

Blick auf den Helm (2434m)

Sextener Dolomiten
Aufstieg zum Helm, im Hintergrund die Sillianer Hütte

Downhill vom Helm

 

Sonntag, 8. September 2013

Gute Leistung beim Dreizinnenlauf

Zunächst mal viele Grüße aus Sexten! Geschafft aber zufrieden, so könnte man meinen derzeitigen Zustand umschreiben. Bei der gestrigen Fahrerei flippte ich aber fast aus, ganze 6,5h verbrachte ich auf den Straßen, um München rum war sowieso alles dicht und auf der Brennerautobahn Italien verlor ich nochmals über 1,5 Stunden. Nach der Ankunft gab es erst mal Kaffee und Apfelstrudel, danach hab ich beim Startgelände Hubi und Timo mit Freundin Melli getroffen, die auch erst kurz davor ankamen. Nachdem wir die Startunterlagen abgeholt und unser Quartier bezogen haben, ging es zum Einlaufen (55min - soviel hab ich vor einem Wettkampftag noch nie gemacht). Nach einer Abkühlung im kalten Bergbach trafen wir uns zum Abendessen, das sehr gut und reichlich war. Mit der nötigen Bettschwere ging's dann in die Federn. So fest und tief hab ich selten vor einem Wettkampf geschlafen. Morgens begrüßte uns die Sonne und nach meinem typischen Wettkampffrühstück ging es Richtung Start. Zusammen mit Timo und Hubi lief ich mich ein, gut anfühlen heißt aber was anderes! Und um 10 Uhr erfolgte der Startschuss und die knapp 950 Starter nahmen den Dreizinnenlauf in Angriff. Vorneweg liefen die zwei Eriträer, darunter der Berglaufweltmeister 2012. Der mehrfache Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt nahm deren Verfolgung auf. Mit etwas Abstand folgte Timo. Aus der größeren Verfolgergruppe verabschiedete sich bald Thomas Niederegger (Südtirol) in Richtung Timo. In dieser waren auch Hubi, Manzi, Carla, Anthamatten und ich vertreten und wir liefen relativ lange zusammen, ehe Manzi und ich uns aus der Gruppe lösten. Bevor die erste steile Rampe nach der Talschlusshütte kam, waren wir fast an Timo dran. Manzi überholte ihn, während ich, wohlwissend dass die Strecke lang und hart ist, bei Timo blieb. Eigentlich fühlte ich mich im anspruchsvollen Gelände recht wohl, und blieb, nachdem ich mich von Timo ein wenig lösen konnte, im Sichtkontakt zu Manzi. Zwischenzeitlich hatte ich auch mal Glück, als ich stolperte und mit der linken Hand bereits Bodenkontakt hatte...jaja die Beine wurden schwerer, besonders vor der Zsigmondyhütte bei KM 12. Inzwischen war auch der Skilangläufer Clara an mir vorbei, meinte zwar ich sollte locker bleiben und mitlaufen, aber leichter gesagt als getan. An der Hütte machte ich kurz "Rast", blieb stehen und trank ein Isogetränk. Im langen und geländemäßig anspruchsvollen Anstieg zur Büllelejochhütte wurde es hart, auch relativ windig und kühl. Ein paar Mal zuckte die linke Wade und bei einem Blick zurück stellte ich fest, dass Timo näher kommt. Eigentlich hab ich mich damit abgefunden, dass mich Timo nach der Hütte schluckt, weil er doch der bessere Bergabläufer ist und auch so lange Strecken gewohnt ist. Nun gab es den Blick nach unten, das Bergabstück ist schon wahnsinnig, für mich zumindest. Ich lief die Serpentinen schön brav mit angezogener Handbremse runter, bis ich von oben einen durchs Geröll heranrutschen und laufen sah - etwa Timo? Nein, es war der erfolgreiche Skibergsteiger Martin Anthamatten aus der Schweiz. An einer etwas breiteren Stelle machte ich ihm Platz, hing mich aber hinten rein. Das war schon verrückt und nicht gerade kontrolliert, aber - überlebt! Und ich war an Martin dran! Mit ordentlich Tempo ging es dem Ziel entgegen, wobei ich ca. 400 m vor dem Ziel doch abreißen lassen musste. 100 m vor dem Ziel tauchte vorne plötzlich ein Eriträer auf, der im wahrsten Sinne des Wortes stehend k.o. war und keinerlei Gegenwehr mehr zeigte - allerdings war ich auch kaputt - und happy als mir die Medaille nach dem Zieleinlauf überreicht wurde - und v. a. happy mit der Zeit, 1:34:15 h, über 7:30 Minuten schneller als im vergangenen Jahr.
 
(c) Nina Justa
Zieleinlauf :)
Timo erwischte den Eriträer, der wohl Juniorenberglaufweltmeister war, leider nicht mehr, wurde aber 9. Hubi machte als 14. die geschlossene Mannschaftsleistung perfekt! Nach einer reichlichen Stärkung am Zielbuffet und einigen Fotos mit Blick auf die wolkenverhangenen 3 Zinnen, machten wir uns rasch auf den Rückweg, denn der kalte Wind war heute recht ungemütlich.
 
Bei der Pastaparty kamen wir vor der Siegerehrung wieder zu Kräften. Als Gesamtsiebter durfte ich bei der Ehrung der acht Gesamtschnellsten auch mit zur Siegerehrung. Perfekt machte den Tag jedoch der Mannschaftssieg zusammen mit Timo und Hubi als Team Deutschland. Überhaupt muss man sagen, dass wir ein tolles und erfolgreiches Team sind und uns gut verstehen. Reichlich bepackt mit Bergkäse, Würsten, Äpfel und Honig verabschiedeten wir uns nach der Siegerehrung, denn Timo, Melli und Hubi mussten heute bereits wieder zurückfahren und am Montag ab 8 Uhr wieder fit und munter bei der Arbeit erscheinen. Ich hänge noch paar Tage bis Mittwoch dran, um auszuschlafen und ein wenig zu trainieren. Alles in allem bin ich mit meiner heutigen Leistung zufrieden, obwohl ich schon merke dass nach 70min der Mann mit dem Hammer kommt. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt auf die Vorbereitung auf die DM, die in 3 Wochen dann auch schon Geschichte sein wird. Auch mental geht es mir wieder besser, nachdem die letzten 1,5 Wochen nicht so toll waren. Aber Rückschläge gibt es immer wieder und alles, was nicht so lief wie man es sich wünschte, bietet neue Chancen und Möglichkeiten! Auf zum Abendessen "Zum Hans" mit Gela, Marcel, Rene, Nina, Nina und Thomas! 
 
Ergebnisse:
http://services.datasport.com/2013/lauf/dreizinnen/RANG091.HTM

Weitere Fotos folgen nächste Woche.

Dienstag, 3. September 2013

Dreizinnenlauf 2013 - Vorbericht

(c) KilianSchönberger 2012
Kommendes Wochenende ist es wieder so weit! Die Drei Zinnen rufen! Rund 1000 Laufbegeisterte stellen sich am kommenden Sonntag um 10 Uhr der Herausforderung Dreizinnenlauf mit 17,5 km und 1.350 hm. Ich freue mich sehr auf die Top-Veranstaltung, auf viele laufbegeisterte Freunde und Bekannte, vor allem auch auf die einmalige Kulisse! Zudem stellt der deutsche Berglaufkader mit Timo Zeiler, Stefan Hubert und mir ein schlagkräftiges Team für die Mannschaftswertung. Im Anschluss an den Lauf werde ich noch einige Tage in Sexten verbringen und trainieren. Außerdem will mein Bruder, der sich zu der Zeit auf Fotoexpedition in den Alpen befindet (www.kilianschoenberger.de) auch zum Lauf kommen. Am selben Wochenende finden auch die Berglaufweltmeisterschaften in Polen statt - auf einer Bergauf/bergab-Strecke. Eine Teilnahme kam für mich nicht in Frage, da ich das Bergablaufen nicht mag und außerdem aufgrund meiner Knieprobleme im Mai vor der DM nichts überreizen will. In Absprache mit Wilfried Raatz und Wolfgang Münzel wird keine deutsche Männermannschaft bei der WM am Start sein. Trotzdem wünsche ich dem deutschen Berglaufteam viel Erfolg, insbesondere Junior Maximilian Zeus, der erstmals bei einer internationalen Berglaufmeisterschaft starten darf und auch aus meiner Heimat - der nördlichen Oberpfalz - kommt. Bei den Juniorinnen wird die krankheitsbedingte Absage von Vize-Weltmeisterin Julia Lettl kaum zu kompensieren sein. Natürlich bin ich auch gespannt auf die Leistung meines Salomonteamkollegen und Lauffreunds Stefan Paternoster, der zusammen mit Simon Lechleitner für das österreichische Männerteam starten wird. 

Edelweiß-Doppel
(c) KilianSchönberger 2012
3Zinnen
(c) KilianSchönberger 2012
Andi und ich einen Tag nach dem Wettkampf beim Training
(c) KilianSchönberger 2012
Dreizinnenlauf 2012 - 2 Tage nach erfolgreicher Abgabe der Diplomarbeit ;)


 

























Nichts ist unmöglich, wenn man es will.

Sonntag, 1. September 2013

Zweiter beim Hochgratberglauf

Heute fand der 38. Hochgratberglauf statt. Dazu fuhr ich bereits gestern Abend zu Lauffreund und Salomonteamkollege Manfred Berktold und seiner Freundin zum Übernachten. Heute Morgen begrüßte uns dann das vorhergesagte Regenwetter; im Ziel erwarteten uns kühle 8°C. Pünktlich um 10:30 Uhr fiel der Startschuss für die 174 Läufer/-innen und vom Start weg gab das Salomonteam den Ton an. Zusammen mit Stefan Paternoster, der kommendes Wochenende bei den Bergauf-Bergab-Weltmeisterschaften in Polen für Österreich startet, sorgte ich fürs Tempo, merkte aber schon bald, dass mir heute der letzte Biss fehlt, zudem waren die Arme schwer und mein Laufstil schwerfällig. Schon bald musste ich Stefan ziehen lassen, allerdings noch in der Hoffnung im steileren Gelände wieder zurückzukommen. Doch der Kopf streikte heute, und so gab ich mental auf und ging ein paar Schritte, in der Hoffnung mit John Mooney, der von hinten heranlief, gemeinsam zu arbeiten. Aber irgendwie wurde das heute eine ganz komische Lauferei. Ich lief mit John mit, und dachte mir, das ist mir zu langsam, so dass ich wieder 10 Meter vorauslief und dann erneut in dern Bergschritt überging. Irgendwie wusste ich heute nichts mit dem Berg anzufangen, konnte meine Kraft und auch meinen Kopf nicht auf die Strecke konzentrieren. Durch meine Gehphase lief John wieder vorbei, gleiches Spiel, er zieht mich, ich geh vorbei, um erneut zu gehen. Irgendwie hats mir dann für John auch leid getan, an seiner Stelle hätte mich das genervt! Sorry John! Insgeheim hofften wir trotzdem, nochmal auf Stefan Zeit gutmachen zu können...mit diesem run, stop and go konnte das heute allerdings nichts werden. Von hinten drohte keine Gefahr mehr und knapp einen Kilometer vor dem Ziel konnte John meine letzte Gehphase nicht mehr zulaufen, so dass ich als Gesamtzweiter in 34:28 min die 6 km und 850 hm überwand.

Die letzten Meter

Strecke
Souveräner Gesamtsieger mit einer tollen Zeit von 33:33 min wurde Stefan Paternoster, rund 21s hinter mir folgte John. Somit war der Salomontriumph bei den Männern perfekt. Manfred wurde zudem noch M40-Klassensieger. Bei den Frauen gewann souverän Nicole Kruhme in 42:35 min.
Rückblickend beurteilt ist meine Laufzeit trotz dieser schlechten Performance gar nicht so schlecht gewesen, konnte mit dieser doch schon öfters der Lauf gewonnen werden. Trotzdem kam ich mir heute vor, als ob man mir die Flügel gestohlen hätte...im Vergleich zu meinen Berglaufwettkämpfen im Vorfeld. Man nahm mir sozusagen den Wind aus den Segeln. Mit dieser Situation muss ich nun umgehen können und bis zur DM hart arbeiten.
 
Ergebnisse gibt es unter http://tsv-oberstaufen.de/ --> Archiv.
 
Top 3 Hochgrat 2013

Manfred, John, Stefan und ich
  
AK20 Sieger