Mountain Running

Mountain Running
Trail Richtung Meilerhütte (2374m)

Samstag, 9. November 2013

Im Pfreimdtal



Bei schönem Herbstwetter absolvierte ich heute meine Trainingsrunde im Pfreimdtal. Bei der kleinen Ortschaft Obernankau, in der Nähe des sagenumwobenen Naturdenkmals "Kalter Baum" startete meine Tour und führte mich gleich zu Beginn auf den Riesensessel, einem herrlichen Aussichtspunkt oberhalb der Pfreimd. Nächstes Highlight war die Felsformation mit der Räuberhöhle, die ich vor einigen Jahren auch schon von innen entdeckte. Bei der alten "Linglmühle" folgte ich dann flussaufwärts der Pfreimd. Vorbei an der Goldbachschleife lief ich wieder einmal auf dem auf meinem Blog schon öfters erwähnten Goldsteig, der mich aufs Neue wieder als tolles Trailrunninggelände überzeugte. Der idyllischen Pfreimd folgte ich bis zur Ortschaft Böhmischbruck, bevor ich scharf links in Richtung Kößing abbog. Hier war ich dann auf der Strecke des Obstlehrpfads unterwegs, der in meinem Heimatort Tännesberg startet und bis nach Kößing führt und damit Bayerns längster Obstlehrpfad ist. Nachdem ich Kößing hinter mir gelassen habe, ging es wieder bergab zurück ins Pfreimdtal. Zwischen Goldbachschleife und Linglmühle lief ich ein Stück Querfeldein, weil ich noch eine Felsformation mit alten Buchen anschauen wollte. Weiter ging es dann auf einem Forstweg bis nach Straßenhäuser und dann über Feld- und Wiesenwege zurück zu meinem Ausgangspunkt. Auf die 13 Kilometer mussten 250 Höhenmeter gemeistert werden, wobei mir in meiner eigentlichen Trainingspause vielmehr das Erlebnis und das Erkunden neuer Wege und Touren wichtiger sind als der Trainingseffekt. Momentan ist eben Zeit dafür, die Schönheiten meiner Heimat zu erkunden, und auch immer wieder meinen Blog-Besuchern zu präsentieren. Leider hatte ich heute nur ein älteres Handy zum Fotografieren dabei.  
 

Blick vom Riesensessel auf die Pfreimd

Bankerl am Riesensessel


Felsformation mit Räuberhöhle
Eingang der Räuberhöhle
Innen offenbart sich doch ein recht großer Hohlraum



Linglmühle
mit Backofen und altem Hollerbusch vor der Scheune


Pfreimd vor der Goldbachschleife





Böhmischbruck

Sühnekreuze Böhmischbruck:
http://www.suehnekreuz.de/bayern/boehmischbruck.htm


Infotafel Obstlehrpfad


Sonntag, 3. November 2013

Lusen und Rachelüberschreitung

Eigentlich befinde ich mich ja momentan in der Saisonpause, allerdings hatte ich schon lange den Plan, über Lusen und Rachel zu laufen.
 
Nationalpark Bayerischer Wald
Tour
 

Am vergangenen Freitag war es dann also so weit. Von Waldhäuser aus startete ich die Tour und gelangte über die sogenannte Himmelsleiter auf den Gipfel des Lusen (1373 m), dessen Gipfelbereich vollständig mit Granitfelsblöcken übersät ist.


über den Waldhäuserriegel
Lusengipfel über die Himmelsleiter



Aussicht ins Böhmische

Blick zum Gipfel des Großen Rachel
Vom Gipfel zurück ging es über das Lusenschutzhaus.


Erneut vorbei an der Gläsernen Arche:


bog ich dann links zum Teufelsloch ab, einer von Felstrümmern übersäten Schlucht mit unterirdischem Bachlauf.
Auf schönsten Trails entlang, teils crossig, oftmals steinig und verwurzelt, schmal und vom vielen Herbstlaub bedeckt lief ich an unzähligen Baumskeletten vorbei, die wie Zahnstocher die Höhenzüge des Bayerischen und Böhmischen Walds überziehen. Aber es tut sich was im Wald! Eine Vielzahl an jungen Fichten und Tannen, aber auch junge Buchen, Ahorn und Pioniergehölze wie Birken und Ebereschen bedecken die Berghänge. Es ist interessant, den Bergmischwald der Zukunft in seiner Entwicklung begleiten zu dürfen.



   
Lusen (rechts), Rachel (links)

Auf meinem Weg durch den Nationalpark Bayerischer Wald folgte als nächstes Zwischenziel der Rachelsee, über dessen Entstehung und Geschichte eine Holztafel informierte. Der Anstieg zum Rachelgipfel (380 hm) wird als beschwerlicher Weg ausgeschildert.


Rachelsee


 


Rachelgipfel

 
Rachelsee und Rachel
Über die Rachelkapelle, von der man einen schönen Blick auf den Rachelsee hat, führte mich die Strecke auf den Gipfel des Rachels (1453 m), dem nach dem Großen Arber zweithöchsten Berg des Bayerischen Walds.

Waldschmidthaus
Am Waldschmidthaus vorbei ging es auf einem sehr schwierig zu laufenden Weg hinab zur Frauenauer Trinkwassertalsperre, wo meine Tour kurz nach dem Eintreten der ersten Krämpfe endete.


Für die 30 Kilometer (1000hm bergauf, 1350 hm bergab) benötigte ich inkl. Fotopausen knapp über drei Stunden, wobei aufgrund des vielen Herbstlaubs Vorsicht und höchste Konzentration erforderlich waren, um nicht auf der anspruchsvollen Strecke umzuknicken.   

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Schönes Herbstwetter

 
Heute hab ich nochmal das herrliche Oktoberwetter für eine Mountainbikerunde genutzt, die größtenteils auf der Strecke des Fernwanderwegs Goldsteig verlief und mich über den Wildstein (744m; mit den Resten eines Burgstalls) und den Eisberg (771m; im Kalten Krieg militärisch genutzt, heute Wetterradarstation) führte. Hier einige Fotos:
Auf dem Wildstein


Die Wetterradarstation in D
Ostbayern: Eisberg
 
Wetterradarstation auf dem Eisberg




Biotop


 

Samstag, 26. Oktober 2013

Saisonpause

Eigentlich war für dieses Wochenende noch einmal ein Wettkampf geplant, doch Körper und Geist lechzen inzwischen nach einer Saisonpause. Bisher 20 Saisonwettkämpfe, davon elf Bergläufe (sieben mit über 1000 hm), haben ganz schön Körner gekostet.  Die nächsten Wochen werde ich meine sportlichen Aktivitäten deutlich zurückschrauben, hin und wieder mal eine Runde laufen gehen und dabei neue Trainingsstrecken in den Tiefen des Tännesberger Forsts erkunden und die kommende Wettkampfsaison gedanklich durchplanen, aber auch zurückschauen, was ich noch besser machen kann. Das schöne Herbstwetter will ich noch für die ein oder andere Mountainbiketour nutzen, ein paar Bergwanderungen auf den Höhen des Bayerischen und Böhmerwalds unternehmen und dann freue ich mich auch schon auf den Winter - auf den Wiedereinstieg ins Lauftraining mit kurzer "Vorbereitung" auf den Regensburger Nikolauslauf und auf den Kolsassberglauf, auf das Skilanglauftraining sowie aufs Skibergsteigen. Über den Saisonverlauf, über Erfolge und Niederlagen, also über viele Berge und wenig Täler, möchte ich erst am Jahresende ein Resümee ziehen. Bis auf wenige Ausnahmen (v.a. der Monat Mai) lief es heuer perfekt und erfolgreich, dennoch möchte ich 2014 auch mal wieder einige flotte Straßenrennen (10 km und Halbmarathon) mitmachen, um meine persönlichen Bestzeiten nochmals zu verbessern. Bei allen, die meine Saison über "Korbi on Trail", aber auch live bei den verschiedenen Wettkämpfen mitverfolgt haben, möchte ich mich bedanken, ebenso für die zahlreichen positiven Nachrichten und Feedbacks, die einem gerade in weniger schönen Zeiten Kraft und neue Motivation geben.
 
Der Weg ist vorgezeichnet....Korbi on Trail
Karnischer Höhenweg / Helm
Sexten 2013

Freitag, 18. Oktober 2013

Salzburg - eine unendliche Geschichte


Am 7.10. habe ich vom Veranstalter des Salzburg Trailrunning Festivals einen Anruf auf die Mobilbox bekommen, dass er mich schweren Herzens wieder ausladen muss, nachdem wir bereits Mitte September wegen meines Starts in Kontakt waren und von mir Fotos und ein kurzer Bericht über meine diesjährigen Erfolge angefordert wurden. Wegen meiner Ausladung war ich natürlich verwundert und traurig, und habe mehrfach darum gebeten mich wenigstens unter News als angekündigten Topläufer von der Veranstaltungshomepage zu entfernen. Dies geschah bis zum heutigen Tag nicht! Ich musste nach meiner Ausladung die reservierten Hotelzimmer stornieren, zum Glück war hier das Salzburger Hotel sehr hilfsbereit. Der Veranstalter nahm mich allerdings nicht von seiner Homepage, so dass ich meinen Blogeintrag vom 9.10. als Pressemitteilung verwendete und auch zur Salzburger Presse schickte. Hier musste ich reagieren, weil ich selbst sehr viel Werbung für diese Veranstaltung gemacht habe, zuletzt bei der Siegerehrung des Jenner-Berglaufs. Und dann sollte ich trotz Ankündigung fehlen? Heute wurde dann vom Veranstalter folgender Bericht zum Pressegespräch veröffentlicht:
 
 
Quelle: Facebook
 
 
Leider stehen in diesem Zeitungsartikel erneut zwei Unwahrheiten:
 
Erstens wurde ich nicht rausgeworfen  - ich bin am 29.09. nach der Deutschen Berglaufmeisterschaft zurückgetreten und habe meine Gründe der Teamführung genannt. Als "Lesebestätigung" meines Rücktritts bekam ich am 1.10. dann eine fristlose Kündigung.
 
Zweitens kann es zu Anfeindungen meinerseits gar nicht mehr gekommen sein, weil ich zu den involvierten Personen keinen Kontakt mehr habe und diesen auch nicht suche. Lediglich mit einem ehem. Teamkollegen, der auch Sponsor für Salzburg ist, hatte ich in der ersten Oktoberwoche ein privates, sicherlich beiderseits hitzig geführtes Telefongespräch, das beide letztlich mit einem Servus beendeten. 
 
Inwieweit der Veranstalter des Trailrunning Festivals "eine sportlich faire Situation gewährleisten" kann, kann jeder für sich entscheiden - denn geht es wirklich um Sport wenn auf Druck eines Sponsors ein vorangekündigter Sportler ausgeladen wird?